Das Geocaching, bei dem ein versteckter Gegenstand durch im Internet veröffentlichte Koordinaten und ein GPS-Gerät gefunden werden muss, geht zurück auf ein englisches Spiel aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.
Im Jahr 1854 platzierte James Perrot, ein Fremdenführer aus Dartmoor, eine Flasche in Cranmere Pool, damit Besucher dort ihre Postkarten abgeben konnten. Wenn die Flasche gefunden wurde, konnten die Briefe verschickt werden. Daraus entwickelte sich ein Outdoor-Zeitvertreib, der passenderweise „Letterboxing“ genannt wurde.
Logischerweise wurde damals noch ohne die ausgeklügelte Technologie von heute gespielt. Vielmehr standen hier bei Geocaching Hinweise und Rätsel vor dem gefundenen Schatz, Kompass und Landmarken waren die einzigen verfügbaren Hilfsmittel.
Auch in Finnland gab es schon vor der Entwicklung der tragbaren GPS-Empfänger die erwachsene Schnitzeljagd. Das Prinzip der Behälter, deren Inhalt ausgetauscht und deren Fund im Logbuch vermerkt wird, war auch hier schon vorhanden.
Einer der prominentesten Geocacher ist übrigens Comedian und Moderator Bernhard Hoëcker, der unter dem Titel „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Geocaching zurück zur Natur“ ein Buch geschrieben hat, dass auf witzige Weise erklärt, worin die Faszination des Geocaching liegt.